Experten im Gespräch!

Personal- und Unternehmensberater Rudolf Ostermann und Thaddäus Rohrer bauen seit ein paar Monaten auf Jobbots im Recruiting. Jobbots? Wir haben mit Martin Mainka und Thaddäus Rohrer ein aufschlussreiches Video-Interview für unser Stellenmarkt-Portal www.inside.jobs geführt. Es ging um die Lage im Jobmarkt, die Frage, wo die Not am größten ist – und die Recruiting-Plattformen Xing und Linkedin. Wo ist der Bedarf? Die klassische Exportleitung steht hoch im Kurs, Nachfolge in Küchenstudios, aber eben vor allem in der IT.

Wie schaut der Arbeitsalltag bei einem der größten Konzerne der Welt aus? Und wo liegen die Unterschiede zum Arbeiten bei einem jungen Start-Up? Darüber spricht der frühere Amazon-Mitarbeiter Philip Kehela mit INSIDE-Redakteur Nikolaj Wulff. Kehela hat mit Partner Moritz Messinger Mokebo gegründet, ein E-Commerce-Unternehmen für Möbelhersteller.

Ein Blick in die Arbeitswelt und Gespräche mit Studenten der MöFa – beides verband der INSIDE-MöFa-Talk, der per Livestream am 30. Juni hier auf INSIDE.jobs ausgestrahlt wurde. Wer die Sendung verpasst hat, kann sich das Wichtigste hier noch einmal anschauen. Wir haben die Sendung in drei Abschnitt aufgeteilt. Und hier geht`s zu den Videos:

MöFa-Schulleiterin Sabine Gantzkow sprach im Interview mit INSIDE-Chefredakteur Simon Feldmer über das neue Bachelorstudium und über Modernisierungs- und Sponsoring-Pläne.

Welche Wünsche und Erwartungen haben die Studenten der MöFa? Worauf legen sie Wert? Diese und andere Fragen standen im zweiten Teil des INSIDE-MöFa-Talks im Vordergrund. Mit dabei auch unter anderem Caroline Fischer, die erzählt, wie sie sich die künftige
Mitarbeiterführung im elterlichen Möbelhaus vorstellt. Alexander Soller sieht die Chancen eines Handelsvertreters im E-Commerce-Bereich – die Digitalisierung macht auch vorm Möbelvertrieb nicht Halt. Hannah Brune, studierte Ernährungswissenschaftlerin, jetzt an der MöFa, will ins elterliche Küchenstudio einsteigen und findet, dass man den Kunden auch in Zukunft mit Onlineberatung mehr zu Hause abholen muss. Mehr zu Hause sein – das gilt nach ihren Vorstellungen selbst für die Mitarbeiter des Küchengeschäfts. „Homeoffice ist nicht so schwierig umzusetzen“, das habe sich in den letzten Monaten gezeigt. Luis Wannenwetsch sieht das familieneigene Möbelhaus aus Gingen an der Fils gerade wegen seiner kompakten Größe von 7.000 qm gut aufgestellt. Inga Dumath, die allein durch privates Interesse an der MöFa gelandet ist, meint: Der Arbeitsort müsse in Zukunft flexibel sein – es werde viele verschiedene Arbeitsplätze geben. Mit dieser Einstellung ist sie beim zukünftigen Arbeitgeber Designfunktion gut aufgehoben, der sich auf solche Lösungen einstellt. Carla Giesecke will ins Designbüro ihrer Tante einsteigen. Arbeit sieht sie nicht als Arbeit, sondern als Leidenschaft. Ihre Generation sei flexibel, sagt sie. „Wir wollen uns weiterentwickeln und nicht feststecken.“

Zu Wort kamen während des INSIDE-MöFa-Talks ebenso Manager und Managerinnen der Branche. Auch Verbandsvorstand Kirk Mangels von der MHK beschreibt den Wandel: „Die Corona-Zeit hat uns geholfen, einen großen Feldversuch umzusetzen, der gut funktioniert hat.“ In Dreieich hatte man traditionell auf Anwesenheitspflicht gesetzt, aktuell befinden sich noch 70 Prozent der Mitarbeiter im Homeoffice. Mangels: „Wir sind nicht Netflix und nicht Amazon. Wir arbeiten in einer traditionellen Branche.“  Da gelte es, die Balance zu finden zwischen der Notwendigkeit zu kulturellen Anpassungen wie mehr Work-Life-Balance und Tradition. Obwohl auch MHK spürt, dass die Personalsuche anspruchsvoller geworden ist, speziell im IT-Bereich, sieht man sich gut aufgestellt: „Wir sind da gut unterwegs und setzen uns bei Spitzenkräften gut durch.“

 

Emma-Mitgründer Dr. Dennis Schmoltzi erklärt im Interview, warum Recruiting bei Emma Chefsache ist und der persönliche Eindruck oftmals wichtiger als der Lebenslauf. 200 bis 300 Interviews führt Emma im Monat, rund 2.000 Bewerbungen flattern rein. Schmoltzi: „Wir suchen Talente.“ Ähnlich läuft es bei deinschrank.de, berichtet Geschäftsführerin Gisela Cousland, die gerade erst um die 30 Leute eingestellt und weitere Stellen offen hat. Oft sehe man dem Lebenslauf die Fähigkeiten eines Bewerbers gar nicht an. Ins selbe Horn stößt Janua-Gründer Christian Seisenberger: „Wenn man sich für etwas interessiert, dann ist man schnell sehr gut drin.“ Ottos Jan Filler sucht für sein Team Leute, die „richtig Bock haben, mit uns gemeinsam Erfolge zu feiern“. Die Halbwertszeit von gelerntem Wissen nehme immer mehr ab. Nichtsdestotrotz sei es für den Möbeleinkauf von Vorteil, die Branche zu kennen, die bekanntlich etwas anders tickt als andere.

 

Innerhalb eines Jahres hat Torsten Bendlins Start-up Valuedesk seine Belegschaft verdreifacht. Zum Ende des Jahres werden 50 Leute in Bielefeld tätig sein. Gerade hat Valuedesk sogar einen zweiten Standort in Berlin aufgemacht. So erhofft man sich, international bei der Personalsuche erfolgreich zu sein. Berlin zieht mehr als OWL.

MöFa-Schulleiterin Sabina Gantzkow zu Gast beim INSIDE-MÖFA-Talk, live aus den Vogelsänger Studios: Dort sprach sie am 10. Mai über ihren Werdegang, die MöFa, die Motivation eines klassischen Möfisten und darüber, welche Neuerungen anstehen und wie die Kooperationen nicht nur mit dem Handel, sondern auch mit der Industrie vertieft werden sollen.

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Simone Menne war die erste Frau im Vorstand eines Dax-Unternehmens (Lufthansa). Auf INSIDE.jobs spricht sie darüber, warum es so wichtig ist, dass Frauen verstärkt auch in Führungspositionen zu finden sind und wieso das Wort „Quotenfrau“ oft fälschlicherweise als Schimpfwort missbraucht wird. Menne: „Kunden sind heterogen. Autos und Möbel werden auch für Menschen gebaut, die Frauen oder Chinesen sind. Da hilft es, wenn die Personen in einem Gremium die unterschiedlichen Perspektiven ausdiskutieren können.“

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Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet in hohem Tempo voran – auch in der Möbelbranche. Arne Stock, COO von Moebel.de, erklärt, was das für Bewerber und Bewerberinnen bedeutet. So betont er etwa, dass es immer sowohl auf die Softskills als auch auf Hardskills ankommt. Außerdem hebt er die Bedeutung von Initiativbewerbungen hervor, selbst wenn sie manchmal nicht direkt und sofort zu einem konkreten Job-Angebot führen. Das Ziel ist verlockend: Denn in einem Arbeitsmarkt, wo es tendenziell zu wenig Digitalexperten gibt, die Nachfrage aber hoch ist, haben Talente gute Chancen auf einen guten Job.

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Seit Herbst 2020 ist Sabine Gantzkow Schulleiterin der Möbelfachschule (MöFa) in Köln. Im Gespräch mit INSIDE spricht sie darüber, wie sie die Bekanntheit der MöFa unter jungen Leuten erhöhen will und wie die Möbelbranche die MöFa unterstützen kann. Nicht zuletzt betont sie im Interview auch, was Jobs in der Möbelbranche so besonders macht und warum gerade hier junge Menschen, die Berufe mit guten Zukunftschancen suchen, an der richtigen Adresse sind.

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Viel mehr Zulauf, vor allem von jungen Leuten, spürt Peter Hartkopf derzeit in der Möbelbranche. Der Chef der Hartkopf&Cie. Personalberatung in Bergisch Gladbach sieht einen Trend: Unternehmen mit Substanz und nachhaltiger Perspektive, wie man sie in der mittelständisch geprägten Möbelbranche häufig findet, sind wieder im Kommen. Aber hier gilt: Von nichts kommt nichts. Netzwerke aufzubauen und zu pflegen, das ist bei der Jobsuche in der Möbelbranche so wichtig wie überall.